In Deutschland und Österreich sind fast alle Schleusen aufgrund des Eises bereits gesperrt, im Osten ist die Schifffahrt ebenfalls bis zum schwarzen Meer gesperrt - der Winter und die Kälte haben die Donau wie die meisten europäischen Wasserstraßen fest im Griff.
Auf der Donau ist allerdings vermehrt Eistreiben zu beobachten und eine Wetteränderung ist zumindest für diese Woche nicht in Sicht. Da in Bratislava und in Deutschland an der Grenze zu Österreich nichts mehr geht, ist auch die Schifffahrt auf der Donau nahezu gestoppt. Ein durchgehender Schiffsverkehr ist nicht mehr möglich. Auch in Bulgarien ist die Donau an einigen Stellen nahezu völlig zugefroren und damit unpassierbar.
Gleiches vermelden die deutschen Wasserstraßen, die Elbe ist schon seit Ende vergangener Woche unpassierbar. Deutschland ist besonders betroffen. In großen Teilen Bayerns geht nichts mehr. Allein wegen der Eissperre auf dem Main-Donau-Kanal auf einer Länge von 100 Kilometern seien inzwischen über 30 Binnenschiffe an der Weiterfahrt gehindert, hieß es am Montag vonseiten des Wasser- und Schifffahrtsamts Nürnberg.
Ähnlich schwierig ist die Situation auf der Elbe. Die Elbe wird ab Dienstagabend auf einer Länge von rund 290 Kilometern von der tschechischen Grenze bis zur Saalemündung wegen Treibeises gesperrt. Noch seien mindestens zwei Schiffe unterwegs, die einen sicheren Hafen anlaufen müssen, so das zuständige Wasser- und Schifffahrtsamt am Montag. Das Treibeis stelle eine Gefahr für die Schiffe dar. In Häfen liegende Schiffe frieren allmählich zu.
Noch keine Eisprobleme gibt es am Rhein. In einigen Häfen wie in Mainz, an der Loreley und in Koblenz gebe es zwar Eis, weil Fließbewegungen fehlten, sagte Peter Hörter von der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Südwest: „Die Eisdecke ist aber so dünn, dass die Schiffe durchkommen.“ Anders an der Lahn: Sie war am Montag für die Schifffahrt gesperrt. An der Saar traf es den französischen Teil, der nicht befahrbar war. Die deutsche Saar werde allerdings weiter freigehalten - trotz teils starker Behinderungen. Auch die Mosel sei frei für die Schifffahrt, sagte der Hydrologe.
(dpa/viadonau)
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